Eine Methode zur Erhöhung der Hemmschwelle bei jugendlichen Gewaltstraftätern. (Sebastian Jende)


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Definition GAT

Das Gruppendynamische Aggressionsschwellentraining (GAT) ist eine Methode zur Erhöhung der Hemmschwelle bei Gewaltstraftätern. Da viele der Teilnehmer aus einem bildungsfernen Umfeld stammen, beinhaltet die Methode eine Kombination aus Aggressionsschwellentraining und Bildungsprogramm.

Der Grundgedanke besteht darin, die Wahrnehmung der Teilnehmer zu schulen, ihre Einstellung zur Gewaltanwendung zu verändern und ihre Aggressionsschwellen zu erhöhen, damit sie später in Konfliktsituationen ihr Verhalten besser kontrollieren können. Das geschieht z.B. durch Vermittlung von Wissen, durch Beobachtungslernen und durch Konditionieren.

Um die Effektivität zu erhöhen, ist das gesamte Lernprogramm auf den Gruppenprozess zugeschnitten. Dieser wird zusätzlich beschleunigt und die Rollenbildung in der Gruppe gezielt beeinflusst.

Das Gruppendynamische Aggressionsschwellentraining (GAT) ist methodisch so angelegt, dass es sich besonders für die jugendlichen Gewaltstraftäter eignet, die durch fehlende Bildung oder aufgrund mangelhafter kognitiver Fähigkeiten benachteiligt sind. Außerdem müssen die Teilnehmer zu Beginn des GAT nicht motiviert sein, ihre Einstellung zur Gewalt zu verändern. Obwohl die meisten Teilnehmer anfangs eine abwehrende bis ablehnende Haltung haben, zeichnet sich das GAT durch eine äußerst geringe Abbruchquote aus.

Das Trainingsprogramm eignet sich für den Einsatz in geschlossenen Einrichtungen und als ambulantes Angebot. Die Trainingsteilnehmer absolvieren das Programm freiwillig oder auf richterliche Weisung.

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